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Das Wieduwilt Manifest für die kleine Stadt

//Das Wieduwilt Manifest für die kleine Stadt

Sieben  Argumente, warum deine (kleine) Stadt im Wettbewerbsvorteil gegenüber den Großstädten ist!

Hat die kleine Stadt eine Zukunft? Schrumpft der ländliche Raum? Wohnen in  30 Jahren alle in Megacities? Ich bin es leid, Studien zu lesen, die dies alles belegen (sollen). Und ich bin überzeugt, dass die Wissenschaftler, die das herausfinden, auch alle eine hervorragende Arbeit leisten. 

Ich bin aber auch überzeugt, dass wir alle, alle, die in kleinen Städten wohnen, leben und arbeiten, was dazu beitragen können, das unsere Stadt eine absolut gigantische Zukunft hat. 

Ich sag dir auch, warum:

Der erste und wichtigste Grund ist: 

  1. Große Städte sind auch nur Kleine – nur dichter beieinander. Sei doch mal ehrlich, wenn du in Berlin, Frankfurt/Main oder Hamburg wohnst. WO genau bewegst du dich? Richtig,  abgesehen von deiner Arbeit, bewegst du dich in deinem Kiez. In deinem Viertel. Du sagst doch einem anderen Berliner nicht: Ich komme aus Berlin. Sondern du sagst: Ich komm aus PrenzlBerg oder aus Weissensee oder Charlottenburg. Aus dem Kiez. Da gehst du einkaufen, mit  dem Hund Gassi und möglicherweise mit deinen Kindern auf den Spielplatz. Wie kommt das? Der Mensch fühlt sich gerne geborgen. Geborgen fühlt man sich, wenn man die Wege kennt und ab und an sogar in einer Großstadt Leute wiedertrifft, die man schon mal gesehen hat. 

Aber zurück zu den Kleinen Städten –

  1. Nachweislich ist, dass viele derer, die heute in den Städten größere Unternehmen leiten, Karriere machen und als Unternehmer, Künstler oder Manager sehr erfolgreich sind, in kleinen Städten oder auf dem Land groß wurden. Offenbar bietet die kleine Stadt den geschützten Raum, den Kinder brauchen, um so viel zu experimentieren, dass sie extrem erfolgreich werden. Außerdem scheint es so zu sein – dass ist jedenfalls meine Wahrnehmung, dass die nicht dauernde Verfügbarkeit von kulturellen oder anderweitigen Zerstreuungsangeboten auf dem Land dazu führt, dass man sich auf dem Land mehr miteinander beschäftigt. Das wiederum sorgt tendenziell für eine hohe Sozialkompetenz. 
  2. In kleinen Städten kennt man sich. Die einen nennen das soziale Kontrolle. Die anderen nennen es Community. Nicht ohne Grund schießen doch die vielen Online-Communities wie Pilze aus dem Boden. Zugehörigkeit! Sicher muss das nicht zwangsläufig in den räumlichen Grenzen von Städten passieren, aber die Sehnsucht nach Zugehörigkeit bedienen kleine Städte nun mal eindeutig besser.
  3. Kleine Städte schrumpfen manchmal. Warum das Schrumpfen nicht als Chance begreifen, wenn es mit Plan gemacht wird. Ich sag nur: Schwedt/Oder. Geniale Entwicklung durch planvolles Schrumpfen. Denn wenn schon Schrumpfen angesagt ist, kann man/Stadt sich auch gleich der ungesunden, unschönen Auswucherungen entledigen.
  4. Wachstum muss doch nicht unbedingt was mit MEHR zu tun haben. Wachstum kann ja auch in Punkto Qualität geschehen!
  5. Auch kleine Städte haben Internet. Die Zukunft der Arbeit wird sich ändern. Sie ändert sich ja schon. Auch Wieduwilt Kommunikation arbeitet ortsunabhängig. Wir brauchen Internet und einen Rechner. Mehr nicht. Das ist auch die Zukunft der Arbeit – so dass Pendeln in vielen Branchen demnächst entfallen wird. Eine großartige Chance für kleine Städte. 
  6. Platz ist reichlich da auf dem Land. In Städten steigen die Mieten so explosionsartig, dass es bald nicht (mehr) möglich sein wird, vernünftigen Wohnraum zu finden. Auf dem Land ist Platz. Für alternative Wohnformen, für neue Transportkonzepte, wie autonomes Fahren, für neue Arbeitsmethoden, wie CoWorking und vieles mehr!

In diesem Sinne rufen wir euch Kleinstädtern zu: Seid selbstbewusst und legt die Studien beiseite. Tut so, als ob ihr das nicht wüsstet und promotet eure Kleinstädte wie es ihnen gebührt. Hier oben findest du sieben Argumente dazu!

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