Ein Kleinod mit Autobahnanschluss - so präsentiert sich Döbeln in Sachsen. Wir durften dort vor einigen Tagen einen Vortrag über die Welt der kleinen Städte halten und haben natürlich viel über die Stadt gelernt. Döbeln hat gleich zwei Alleinstellungsmerkmale, denn welche Klein- und Großstadt in Deutschland kann denn von sich sagen, einen ledernen Riesenstiefel (http://www.doebeln.de/index.php/doebelner-riesenstiefel) im Sitzungssaal stehen zu haben? Die Geschichte dazu ist gut, fast könnte man meinen, die Stadtväter vergangener Generationen hätten sich über "Instagramability" und Co. Gedanken gemacht. Denn schmuck sieht er aus, der riesige Stiefel aus blankem Leder! Und mit 3,70 Meter Höhe - passt das Prachtschuhwerk aus dem Jahr 1925 nicht Jedermann;))

Wer aufmerksam durch die sehr hübsche Innenstadt von Döbeln geht, entdeckt Schienen. Hat Döbeln eine Straßenbahn? Hm? Keine zu sehen? Aber dafür hat Döbeln seit 2002 wieder eine vereinsbetriebene Pferdestraßenbahn: http://www.doebeln.de/index.php/pferdebahnmuseum. Absolut umweltfreundlich ziehen zu besonderen Anlässen die Rösser die historischen Gefährte durch die Stadt. Ehrenamtlich organisiert rollt die Bahn als besondere Attraktion durch die Stadt! Döbeln ist ein gutes Beispiel für einen "hidden champion" - für eine Stadt im Kommen. Und dazu sind Pferdebahn und Riesenstiefel ein gutes Beispiel dafür, wie Alleinstellungsmerkmale geschaffen werden können! 

... Unter dieser Rubrik möchten wir euch verschiedene  Reiseblogs vorstellen, die uns im Internet begegnen.

In unserem Beitrag „Kreative Ideen gegen den Verfall - Wie alte Züge und Bahnhöfe wieder zu neuem Leben erweckt werden“ hatten wir die Bloggerin Laura Schneider mit ihrem Blog Herz an Hirn kurz erwähnt. Heute möchten wir den Reiseblog aus Brandenburg nochmal genauer vorstellen.

Unter dem Slogan „Eat well. Travel often“  bloggt die Brandenburgerin über ihr Heimat, Reisen, Alltagsüberraschungen und kulinarische Leckerbissen. Immer mit dabei witzige Anekdoten und geniale Tipps.   

Laura Schneider hat ihr Bloggerhobby mittlerweile zum Beruf gemacht und reist u.a. als Bloggerin durch die Welt, hält interessante Vorträge und Workshops zum Thema „Blogger-Relations“ und „Social Media“ und berät Firmen zum Themen Bloggerreisen und der Zusammenarbeit mit Bloggern.

Auch wir konnten sie bereits live erleben und waren begeistert!

Nähere Infos und den Blog von Laura Schneider gibt es hier: https://herzanhirn.de

Was Hygge ist, haben wir hier (https://www.wieduwilt-kommunikation.de/de/blog/93-zeit-fuer-hygge) erklärt und mich interessiert die Frage, wie man Hygge in kleine Städte bringen kann. Es geht dabei um die qualitative Zeit mit lieben Menschen, um menschliche Wärme, um die Konzentration auf das Wesentliche. Es geht um Ankommen. Könnten kleine Städte nicht auch dieses Ankommen zelebrieren? Wir durften vor Kurzem das Buch einer entzückenden und agilen jungen Frau lektorieren, das “Heeme” heißt. Es beschreibt die Reise einer jungen Frau um die halbe Welt zurück ins heimische Kleinstädtchen. Um das Ankommen, Wohlfühlen und das Schaffen von Gemeinschaft. Das hat die junge Frau mit der Rückkehrerinitiative “Comeback Elbe-Elster” ebenso eindrucksvoll wie ansteckend initiiert. Eben Hygge auf brandenburgisch. Das Werk ist sehr zu empfehlen und seit wenigen Wochen im Handel.

Heeme von Stephanie Auras-Lehmann jetzt hier erhältlich.

Kürzlich haben wir das Portal urlaubsarchitektur.de entdeckt. Hier finden Architektur- und Ästhetikfans ein wahres Paradies für das kunst- und formsinnig geschulte Auge - und ihre Urlaubsdestination. Selbstverständlich bestimmen die Fotos die Plattform und damit die Urlaubswahl. Mit ausgesprochen professionellen Fotos wirbt auch die Plattform airbnb um die neue ästhetik-affine Zielgruppe. Die Optik spielte schon immer eine Rolle - bei der Suche nach dem Urlaubsziel. Heute ist es der eigene Stil, der nicht nur die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht deutlich macht, sondern auch die Urlaubswahl bestimmt - und gerne auf Instagram oder Facebook mit der eigenen Community geteilt wird.  https://www.urlaubsarchitektur.de/de/category/special-categories/news/

Stillgelegte Bahnstrecken und –höfe, welche verlassen in der Landschaft verfallen, sind gerade im ländlichen Raum keine Seltenheit. Vor kurzem haben wir aber einige tolle Ideen entdeckt, diese Orte wieder zum Leben zu erwecken.

So hat sich zum Beispiel Bloggerin Laura Schneider in ihrem Blog Herz an Hirn mit kreativen Umgestaltungsmöglichkeiten von Gleisabschnitten und Bahnhöfen in Brandenburg beschäftigt. Ihren Artikel dazu gibt es hier: https://herzanhirn.de/wo-der-letzte-zug-abgefahren-ist-kreative-ideen-an-alten-gleisen-in-brandenburg/ Ein besonderes Highlight ist dabei z. Bsp. der alten Bahnhof in Sperenberg. Hier hat der Niederländer Wouter Spruit eine Bildhauerwerkstatt eröffnet.

Auch die Idee, die alten Bahngebäude mit einer einzigartigen Erlebnisgastronomie wiederzubeleben, erfreut sich dabei großer Beliebtheit. So auch in Burg. Hier wird das historische Bahnhofsgebäude der bekannten Schmalspurbahn "Spreewald-Guste"  seit über 20 Jahren als Gaststätte genutzt. Sogar ein kleines Museum, zu Ehren der 1970 stillgelegten Bimmelbahn, wurde mit liebevoll restaurierten Eisenbahnwaggons, Draisinen und vielen weiteren Originalteilen eingerichtet.

Aber auch in Sachsen gibt es geniale Ideen, so findet man in Wolkenstein das einzige Zughotel Deutschlands. Wer also schon immer einmal  in einem historisch-restaurierten Zugwagon übernachten wollte, ist hier genau an der richtigen Adresse.

Unser Fazit: Drei geniale Ideen, alte Züge und Bahnhöfe vor dem Verfall zu retten, die gleichzeitig auch Touristen und Eisenbahnliebhaber in ländliche Regionen locken.

Es war nicht mit Absicht. Aber endlich bin ich entgiftet. Aus irgendeinem Grund gab es einige Tage kein Netz. Kein Internet. Nachdem ich es furchtbar fand, habe ich gedacht: Das ist eine Chance - und habe das ungewollte Off-Line-sein zum “Digital Detox-Tag” gemacht. Ziel des Digital-Detox ist es, in unserer Instagram-, Youtube-, Facebook-, Web- und ich-bin-immer-erreichbar-Welt einmal NICHT erreichbar zu sein. Mal wenige Stunden (bei mir waren es 24), nicht das Smartphone zu checken, ob es was Neues auf Facebook gibt, eine Mail eingegangen ist. Mein Fazit: Das Smartphone los lassen ging noch. Am schwersten war es aber für mich, die vielen lieb gewordenen Gadgets, die kleinen Alltagshelfer, vom Wecker über die Morgensport-App bis hin zur Wetter-Prognose zu verzichten, die sich alle zwangsläufig in meinem Smartphone befinden. Tatsächlich erreicht man aber eine enorme Lebensqualität zurück. Drei Gründe, warum ich es immer wieder tun würde: 1) Man redet. Bei Kerzenschein. 2) Man denkt nach, statt zu googlen. 3) Man schreibt Notizen auf Papier.

Und der Grund, warum man diesen Artikel lesen sollte: Ist das vielleicht eine neue Idee, die in den (noch) netztechnisch unterversorgten Gebieten Brandenburgs Furore machen könnte?

Als ich wieder online war, habe ich gegoogelt und diesen schönen Artikel gefunden.

http://www.zeit.de/campus/2017/05/digital-detox-camp-internet-konsum

Wäre das vielleicht eine Idee für Brandenburg oder Nordsachsen?

Ihre Destination ist nicht auf Instagram? Ihre Zielgruppe gehört zu den Millenials oder der Generation Y? Schlecht.

Denn für die technikaffinen Zwanziger und Dreißiger spielt es eine riesengroße Rolle, ob ihr Reiseziel nicht nur sehens- sondern vorzeigenswert ist. Gibt es tolle Bilder, atemberaubende Anblicke, Sonnenuntergänge? Gibt es Gebäude, Skylines oder auch einfach witzige Orte, vor denen man sich selbst posenderweise darstellen kann, damit man viele Likes, Herzen und Follower dafür bekommt?

Wir haben hier unsere Top-Ten der Instagramability-fähigen Reiseziele zusammengestellt. Zukunftsforscher Andreas Steinle sagt dazu: “If a place looks cool on Instagram, it probably is cool.” Mehr Infos: https://www.zukunftsinstitut.de/

Dass das für kleine Städte eine mehr als aktuelle Marketingidee ist, schreibt die Welt https://www.welt.de/icon/unterwegs/article168104926/Das-sind-Deutschlands-15-schoenste-Kleinstaedte.html

Hier sind unsere Top 10:

  • Meißen
  • Hosena
  • Island of Burano
  • Cochem
  • Kühlungsborn
  • Veszprem
  • @mein_cottbus
  • @draft_of_mine  (Schorndorf, Bad Urach)
  • @landbrandenburglieben
  • @kleinstadtfotos

Endlich ist es offiziell. Wieduwilt Kommunikation ist nun Mitglied im Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. Der Verein ist der einzige bundesweite Interessenverband des City- und Stadtmarketings mit dem Ziel, das Interesse für das Stadtmarketing zu vergrößern. Dazu ist die bcsd die Interessenvertretung des Berufsstandes. Nach dem Motto "Stadt ist Leben" führt der Verband regelmäßigen Erfahrungsaustausch und häufige deutschlandweit organisierte Netzwerktreffen durch. Das ist natürlich ganz in unserem Sinne! Daher sind wir froh, mit in diesen Expertennetzwerk wirken zu dürfen, von dem unglaublichen Wissensschatz der Mitglieder zu lernen und so unseren Kunden noch besser dienen zu können. Wir würden uns freuen, uns an der ein oder anderen Stelle einbringen zu können.

Ich kann mich noch gut erinnern, dass meine Mutter immer erzählte, wie sie früher (gaaanz früher) mit dem Rad Milch vom Dorfanger geholt hat. Da standen die Milchkannen verbeult und angeschlagen, aber gefüllt mit frischer, lauwarmer Milch, die der Bauer da immer hin stellte für seine Stammkunden: Stammkunde war das ganze Dorf. Die Kinder wurden früh, vor der Schule mit dem Rad dorthin geschickt, die frische Milch zu holen. Sie schwärmt davon bis heute. Ich konnte mir lange Zeit gar nicht vorstellen, VOR der Schule oder Arbeit los zu fahren, um mühsam eine offene Kanne Milch zu holen.

Andererseits: Wer mal richtig frische Milch direkt vom Bauern probiert hat, der weiß, dass das ziemlich wenig mit der industriell verarbeiteten Milch im immer geöffneten und mit dem Auto erreichbaren Supermarkt zu tun hat. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir einer regionalen Idee ein bisschen mit unter die Arme greifen durften. Soreegio ist der neue Online-Shop für regionale, handwerklich produzierte Lebensmittel aus Elbe-Elster und Umgebung. Die Unternehmer Andreas Richter und Ulrich Wackernagel bedienen das immer stärker zunehmende Bewusstsein nach Regionalität, nach Authentizität und der Nähe zum Essen. Wir essen heute (wenn wir Supermarkt wählen) häufig bis zur Unkenntlichkeit industriell verarbeitete Sattmacher. Lebensmittel hingegen, die von Hand hergestellt sind, frisch sind und nur über kurze Strecken transportiert werden, das ist einer der Megatrends. Kleine Städte im ländlichen Raum sind ideale Orte, um diesen Trend zu leben.

Regio-Food ist Trend. Regio-Food ist ehrlich. Essen ist sowieso ein Trendthema. Und wird dazu ziemlich gut angenommen: Wir haben hier 4 ½ Ideen, welche Aktionen kleine Städte machen könnten, um das Thema zu bespielen:

  1. Korb-Markt. Alle Lebensmittel, die lose, in einem Korb transportiert werden können und aus der Region stammen, könnten auf einem solchen Local-Food-Markt präsentiert werden. Das kann auch ganz klein sein. Zum Beispiel Äpfel, Brötchen, Trockenobst, kleine Marmeladengläser, Naschereien, Eier, Honig, Käsewürfel oder ähnliches.
  2. Straßenfeste. Die Idee ist gar nicht neu. Aber sie macht Spaß und bringt Verbundenheit in die Nachbarschaft. Starke Nachbarschaften sind auch oft starke Botschafter der eigenen Stadt. Warum das Ganze nicht unter das Motto: “Selbst gemacht” stellen: Selbst gebackener Kuchen, Naschwerk, Obst aus dem Garten, Eingewecktes, Marmeladen und so weiter sind ein Genuss.
  3. Städte, die über Innenhöfe verfügen, könnten einen Trend aufgreifen und einmal im Jahr die Höfe öffnen. Zu einem Weihnachtsmarkt mit regionalen Angeboten, die die Bewohner der Häuser an den Höfen selbst herstellen oder auf kurzen Wegen beschaffen. Regionaler Glühwein. Selbst gebackene Plätzchen und das ein oder andere Naschwerk nach traditioneller Hausfrauenart hergestellt sind definitiv die Renner. Kommerziell muss dabei gar nichts sein. Es reicht, wenn es mit Liebe getauscht wird.
  4. Gläserne Geschäfte. Machen Sie in Ihren lokalen Bäckereien, Fleischereien und Schokoladengeschäften einen Gläsernen Tag, an dem Sie gezielt ihre Produktion öffnen und zeigen, wie die Produkte hergestellt werden. Lassen Sie die Kunden zusehen.

½     Küren Sie ein Gericht, das Ihre Stadt besonders auszeichnet. Ein Rezept, das alle Menschen bei Ihnen genauso zubereiten und das Ihre Stadt ausmacht. Fragen Sie die alten Leute, zum Beispiel nach dem Rezept für Holundersuppe oder ähnliches.

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