Ein kuscheliges Vergnügen – oder, wie fange ich an, Podcasts zu machen

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Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als ich zum ersten Mal meine Stimme hörte.

Ich dachte zunächst, dass meine Mutter spräche. Aber es waren meine Worte. Krass. Das ist das erste, was dir bewusst sein darf, wenn du deinen eigenen Podcast sprichst oder darüber nachdenkst, es zu tun. Denn: Du musst dich selbst “ertragen” können. Es gibt Menschen, die hören sich gern reden und sind unendlich unendlich in ihren Ausführungen. Diese Menschen erkennst du auch daran, dass sie ausgesprochen gern und lange über ihre eigenen Witze lachen, unabhängig davon, ob sie witzig sind oder nicht. Aber zurück zu dir. Du gehörst wahrscheinlich nicht dazu, sonst würde sich die Frage gar nicht stellen, ob und wie du Podcast machst. 

Ich habe mich lange schwer getan.

Überhaupt damit, mal was anderes zu machen, als zu schreiben. Im Schreiben bin ich zu Hause, daher gibt es seit 5 Jahren diesen Blog und mein Podcast und alle anderen Formate von mir sind viel jünger. 

Warum habe ich mit Podcast angefangen? Aus zweierlei Gründen. Menschen haben mir gesagt, dass sie gern meinen Geschichten lauschen. Und ich bin leidenschaftliche Podcasthörerin und liebe es, auf langen Autofahrten Neues zu lernen. Soweit so gut. Den Entschluss habe ich im Januar 2019 getroffen. Bis zum ersten Podcast “on air” dauerte es aber nochmal gut 5-6 Monate und rund 14.900 Flugkilometer. Denn den Mut, letztendlich all das Wissen, das ich in den letzten Jahren angesammelt habe, als Podcast herauszubringen, brauchte eine Vollmondnacht im Jetlag auf Bali. Das Meeresrauschen, die friedvolle Atmosphäre und all diese Wunder führten dazu, dass  ich die ersten Podcasts einsprach. Richtig fit gemacht habe ich sie dann bei unserem Teammeeting auf Bali. Und dann ging alles ganz schnell. Der Podcast “Irgendwas mit Marketing” war geboren. 

Am Anfang war es ein unbeschreiblicher Aufwand. Ich schrieb die Texte für meinen Podcast vor. Dann nahm ich die “Lesungen” auf. Oft Dutzende Mal. Irgendwann war ich am Ende meiner Kräfte. Viel zu aufwändig!

Ich beschloss, dass ich freies Sprechen lernen musste. 

Und das tat ich. Am Anfang sehr wirr. Später zunehmend professioneller. Denn mein Anspruch war es, die Podcasts beim Pilgern aufzunehmen, bin ja schließlich als BusinessPilgerin unterwegs, um unsere Klienten in ihrem Marketing weiter zu bringen. Also gehen, darauf achten, dass die Umgebungsgeräusche nicht zu laut sind, nicht stolpern. Und die Logik behalten. 

Und darauf achten a) dass das Gerät eingeschaltet ist. Meine schönsten Podcasts sind leider unveröffentlicht, weil ich sie auf das ausgeschaltete Aufnahmegerät gesprochen habe. 

  1. b) dass die Batterien voll sind. Siehe oben.
  2. c) dass Aufnahme gedrückt ist. Siehe ebenfalls oben und addiere jetzt aber einen ordentlichen Frustfaktor.

Und ja, es kostet Zeit. Es kostet Mühe und damit auch Geld. 

Und jaja: Es macht wirklich Spaß. Denn abgesehen vom Marketingeffekt sortierst du ziemlich pfiffig deine Gedanken, während du Podcast machst. 

Auf dem Bild ist mein klatschnass gewordenes “Puschel” gegen Windgeräusche beim Podcasten.

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