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Siehst du die Zeichen der Zeit? Halbjahresbilanz.

//Siehst du die Zeichen der Zeit? Halbjahresbilanz.

Heute nehme ich euch mit nach Italien. In die Nähe von Triest.

Da gibt es nicht nur das Schloss der Familie von Torre e Tasso… zu gut deutsch Thurn und Taxis sondern auch den kleinen, aber entzückenden Rilke-Trail.

Was mach ich als BusinessPilgerin? Na ausprobieren, ist doch klar. Und da habe ich wandernd mehrere Erkenntnisse getroffen, zum Beispiel diese. Wenn du Schritt für Schritt vorwärts gehst, ist es gut, auf festen Tritt zu achten, sonst rollst du bei recht schnell auf dem Untergrund voller Steinchen zu Boden. Das gilt auch für das ganz normale Leben.

Hast du festen Tritt unter deinen Füßen?

Läuft es leichtfüßig oder gehst du über Geröll, wo jeder Schritt gut überlegt sein will? Wenn du unbekannte Wege gehst, ist es schlau, die Richtung im Griff zu haben und das Ziel vor sich zu sehen, aber auch, den Blick häufiger nach unten schweifen zu lassen, um auf eventuelle Unwägbarkeiten des Weges zu achten und eben den festen Tritt zu behalten. Wenn du dann ab und an mal stehen bleibst, zurück schaust, auf das, was du schon hinter dir gelassen hast, und dann den Blick hebst, um das wundervolle Meer, die grünen Pinien und die felsigen Steine zu betrachten, kannst du gar nicht anders als glücklich sein, finde ich jedenfalls. Beim Sinnieren fällt mir ein, wie dieses Jahr gestartet ist. Erst sechs Monate rum und doch scheint es mir, als lägen Welten zwischen dem Januar 2020 und heute Mitte Juli. Wir haben im Januar das Jahr mit einem Teammeeting gestartet. In Berlin. Da haben wir beschlossen, dass es mehr Online-Geschäft geben darf. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich vage, dass es wenig Zeit dafür sein würde, denn die Wieduwilt-Auftragsbücher für 2020 waren gut gefüllt. Auch sonst war alles easy. Vielbeschäftigt, aber easy. Aber eben auch so wie letztes Jahr. Dennoch: Das Meeting war Klasse.

Meinen Geburtstag habe ich in Landshut verbracht. Wunderschön. Tolle Kundschaft. Und die Projekte des Jahres liefen so langsam an. Februar war geprägt von einem schnellen, spontanen Ausflug nach Mallorca. Mein Spanisch kam  noch einen Schritt weiter und ich beschloss, im Mai pilgern zu gehen. Camino Francés in Nordspanien. Im Februar kam noch ein weiterer großer Auftrag hinzu. Wunderbar. Der Trip nach Neuseeland begann hervorragend. Ende Februar kamen wir in Kiwi-Land an und alles lief bestens. Irgendwie kamen Corona-News, doch hier in Neuseeland, am anderen Ende der Welt, da wird doch nix passieren.

DACHTE ICH.

Ungefähr 8 Stunden später saßen wir mit Karin (80) und Jörg ziemlich zerknirscht im Wohnmobil. Von einer Stunde auf die andere hatten Restaurants geschlossen, alle touristischen Einrichtungen zu und wir waren wohnungslose Aussätzige statt der geschätzten Gäste. Schnell fuhren wir die vielen Stunden nach Auckland, da wir sonst hätten 4 Wochen im Wohnmobil verbringen dürfen. Lockdown auf neuseeländisch.. Dazu kamen am 16.3. mehrere Anrufe aus Deutschland. Die Botschaft war bei allen gleich: Leider müssen wir aufgrund der Krise die Aufträge stornieren. “Hurra. Corona hat es geschafft, sich in mein Leben zu drängeln”. Ich konnte es einfach nicht mehr ignorieren. Nach ein paar schlaflosen Nächten beschloss ich, was zu tun. Das erste, was ich tat, war das, was ich immer tue, wenn ich nicht weiter weiß. Ich begann zu schreiben. Erst mal wild durcheinander und dann merkte ich: Das wird ein Buch. Mein Marketingbuch. Ein Teil meines Marketingwissens in das Buch gepackt.

Und wie nenne ich das Kind?

Es geht um Authentizität und darum, zu handeln, jetzt. “Echt jetzt?!”… So heißt es. Buch schreiben, das hat meinen Tag in Neuseeland strukturiert und gleichzeitig mir klar gemacht, wie viel Wissen ich doch habe. Marketing und Corona und Pilgern. Da muss doch was zu machen sein! Also habe ich mein Team zusammen genommen und die Lage besprochen. Auf einmal war trotz Auftragsrückgang so viel zu tun. Lehrvideos aufnehmen, Web-Tools für Online Seminare lernen, gewisse Automatisierungen und so weiter und so weiter. Krass! Habe sehr wenige Zeiten in meinem Leben gehabt, in dem derartig die Post abging. Das waren März und April. Mitte April durften wir dann nach Hause. Und dann waren wir erst mal bis Anfang Mai in Quarantäne, während draußen Frühling wurde.

Das waren harte Wochen!

Ich habe einmal mehr gelernt, für jedes Draußen-Sein dankbar zu sein. Im Mai und Juni habe ich gelernt, dass es nicht unbedingt die live Begegnungen braucht, um tiefe Beziehungen aufzubauen. Online geht auch. Und auch der Switch im Business ist gelungen. Achja, zwischen all den Buchkapiteln gab es noch den 100. Podcast. 10 Extra Folgen. Und jetzt sind wir schon fast beim 150. Ein absoluter Wahnsinn. Ich bin DANKBAR für dieses halbe Jahr, das sich anfühlt, wie mindestens 5 Jahre. Nun, im August, wird das Marketingbuch „Echt Jetzt!“ raus kommen und ich wünsche mir, dass es viele Menschen lesen.

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