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Wie bekomme ich den Kopf schnell wieder frei?

//Wie bekomme ich den Kopf schnell wieder frei?

Warum du die Natur großartig nutzen kannst, um zu leben wie du willst

Du weißt ja, ich gehe super mega gerne Pilgern. Immer wenn mein Kopf verstopft ist, weil da zu viel an Informationen, Anforderungen und Brainstormings rein geflossen ist und ich merke, wie mein Denken zäh und kreisförmig wird, erinnere ich mich an das wunderbare Gefühl von Klarheit, Draufsicht, ja geradezu von Weisheit, das ich beim Pilgern habe. Vor allem aber auch, wenn ich mit meinen Kunden loslaufe, dann höre ich oft: Bei uns ist nichts los. Es ist nicht schön. Und dann passiert etwas Wunderbares.

Draußen werden meine Gehirnwindungen sauber

Wenn  ich draußen bin, auf dem Weg bin, dann werden meine verstopften Gehirnwindungen wieder sauber, klar und durchlässig. Je weiter weg ich vom Ort des Geschehens bin, also in dem Fall von meinem Schreibtisch und Computer, umso schneller, smarter und leichter fließen meine Gedanken. 

So ähnlich funktioniert das auch im Marketing. Ob ich jetzt mit meinen Kunden pilgern oder Kommunen beim Stadtmarketing betreuen darf: ein Perspektivwechsel, ein kurzes Abstand nehmen wirkt manchmal Wunder. Wir sind teilweise so involviert in unsere Aufgaben und Projekte, dass wir eine einfache Lösung gar nicht sehen können. Wie auch, wenn unser Schreibtisch voller Alltagsaufgaben, Regeln und Normen liegt, so dass wir gar nicht frei denken können. 

Absichtslos.

Ich schaue mir einen Baum oder  ein Haus. Bestaune die Tür, die Fenster, die rhythmische Anordnung von Säulen oder Balken. Die Textur. Ich frage mich dann, was dieses Haus schon so alles erlebt hat. Wer hat da gewohnt? Wie viele Kinderfüße sind die Treppen auf und ab gesprungen? Wie missmutig sind die Klempner durch das Haus geschlichen?

So ein Hausleben ist lang. Oft länger als ein Menschenleben. 

Wenn ich dann weiterschaue, nicht nur jetzt im Herbst, dann relativiert sich wieder alles. Mein Verknotungskopf-Dingsi wird auf einmal logisch, klar. 

Erstes Learning:

Keine Herausforderung ist so groß, dass du sie nicht irgendwie lösen kannst.

Relativiere deine Gedanken.

Was ist denn wirklich wichtig? Vergeude deine Momente nicht mit Sorgen und schon gar nicht damit, die Sorgen von der einen auf die andere Seite deines Kopfes zu wälzen.

Und dann, so langsam, schiebt sich meine Denkmaschine wieder in die gewohnte Qualität und Geschwindigkeit. Ich nehme die Herausforderung oder mein aktuelles Thema mit raus. An die frische Luft.

Lege es auf meine Hand und lass es mal ordentlich durchpusten.

Alles, was nicht dazu gehört und unmittelbar damit verwachsen ist, weht der Wind einfach weg.

Zweite Erkenntnis:

Was gehört direkt zu deiner Herausforderung?

Ist es wichtig oder was ist völlig unwichtig? Wo ist der Nebenschauplatz. Weglassen! Definiere den Kern deiner anstehenden Aufgabe.

Hach, jetzt ist mir schon leichter, so wie diesem Blatt hier, das vor mir her tanzt. Wie perfekt es geschnitten ist. Welch feine Maserung. Wie gleichmäßig es gezackt ist. Und wie bunt zugleich.

Wenn ich um mich blicke, sehe ich, wie perfekt, wie reibungslos die Natur eingerichtet ist, wie unglaublich effektiv hier draußen alles einem großen Plan folgt.

Dann weiß ich – und das ist Erkenntnis Nummer drei von meinem Lehrer, der Natur:

Alles hat seine Zeit.

Es findet sich alles. Alles ist schon da. Ich darf nur noch die richtige Ansprache finden. 

Und dann rascheln meine Füße durch das Herbstlaub. Ach, wie freue ich mich darüber.  Mein Kopf macht wieder, was er soll.

Ich laufe dann weiter, erfreue mich an meiner Lösung, die ich gefunden habe und daran, wie ich wachsen darf. Ich danke der Natur dafür, mein Lehrer zu sein.

Es ist ein gutes Gefühl. So logisch und folgerichtig. 

Auch deshalb gehe ich – sowie es irgendwie möglich ist, mit meinen Kunden pilgern. In den Bergen, am Wasser oder auch in der Stadt. Ist nur wenig Zeit, etwa 2-3 Stunden, dann tut es auch ein Stadtpark. Draußen sein! Bäume gucken. Eine andere Perspektive auf die eigene Stadt gewinnen. 

2019-11-20T18:31:44+00:00