Vielleicht ist das die Marketingidee der Zukunft. Wie öfter mal legen die nordischen Länder vor und Finnland ist unser Marketingbeispiel der Woche, das aus unserer Sicht auch für kleine Städte funktioniert: Eine komplette Website mit eigenen Finnland-Emojis, die nicht nur heruntergeladen werden können sondern auch als Basis für die Erläuterung des typisch Finnischen dienen. Also Finnland einmal komplett erklärt mit Emojis, den kleinen Symbolen, die wir als Smileys zuerst kennenlernten und nun auf WhatsApp in reicher Auswahl nutzen können.

Bitte lesen Sie sich selbst in die Thematik ein, die wir für ganz großes Kino halten. Finnland für Puristen von Saunapeitsche bis Sisu. Genial! Die Art, in Miniclips und kurzen Nachrichten zu kommunizieren entspricht übrigens dem Zeitgeist.

https://finland.fi/de/emoji/saunapeitsche/

https://finland.fi/de/emoji/sisu-4/

https://finland.fi/de/emoji/ein-vertrauenswurdiger-freund/

Ja, das stimmt. Aber sie haben es auch leicht, denn sie werden nicht vom Speckgürtelzuzug überrollt und können sich eigenständig profilieren. Ohne Profil und Angebote ist alles nichts, auch nicht für Rückkehrer. Wenn wir strategisches Marketing für kleine Städte machen, sind wir zuerst immer einmal angehalten, herauszufinden, was diese kleine Stadt einzigartig macht. Was ist das Besondere - und wie ist die Stimmung in der Stadt. Denn noch wichtiger als Zuzug und Rückzug zu organisieren ist uns immer, die, die da sind, zum Bleiben zu bewegen und ihren Stolz auf ihre Stadt zu wecken. Denn - wir bleiben dabei: Alles Marketing macht für uns keinen Sinn, wenn die Bürger, die eigenen Leute, die eigene Verwaltung die eigene Stadt nicht lieben.

Den Artikel zum Thema in der lr-online.de gibt es hier: https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/kleinstaedte-auf-der-suche-nach-bewohnern_aid-24002451

Immer wieder werden wir gefragt, was wir eigentlich machen. Warum strategisches Marketing? Ist Marketing nicht immer strategisch. Sollte es sein, stimmt. Aber im Alltagsgetümmel mischen sich die Begriffe. Marketing, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit - egal, hauptsache berühmt. Stimmt nur zum Teil, sagen wir, und da kommt die Sache mit der Strategie ins Spiel:

Die Innenstädte kleiner Städte sind das Herz und es ist ganz besonders wichtig, dass dort weiter Handel und Wandel und damit Leben stattfinden. Immer öfter erreichen uns Fragen, welche Strategie, welche Social Media-Plattform die richtige ist. Die Antwort, die wir dann geben ist zuerst die Folgende: Fragen Sie bitte Ihre Kunden, wo sie gerne Nachrichten und Infos von Ihnen lesen wollen. Ist es Facebook - gut, dann bietet es sich an, das eigene Geschäft auch dort vertreten zu haben. Ist es Instragram - dann her mit den genialen Fotos. Im zweiten Satz haben wir eine kleine Checkliste parat, die hilft, sich im Dschungel des Online-Marketings für kleine Geschäfte zurecht zu finden.

  1. Schauen Sie nach Ihrem Google-Ranking. Wer nicht auf google zu finden ist, ist nicht da. Wir meinen damit nicht, dass Sie den Namen Ihres Geschäfts googlen sondern aus Kundensicht: Was würde Ihr Kunde googlen, wenn er den Namen Ihres Geschäftes nicht kennt? Also wenn er Geschenke für die Oma sucht, würde er sicher nicht “Accessoires und mehr Kleinstadt XY” googlen, sondern wahrscheinlich. “Geschenk, Frau, Kleinstadt XY” oder “Geschenkidee, Oma, Kleinstadt XY”. Also erst mal: Googlen Sie sich selbst und schauen mal, was Sie da finden: Ist Ihr Geschäft an der richtigen Stelle bei google maps zu finden?
  2. Investieren Sie in eine gute Website. Wie soll google Sie finden, wenn Sie keine Website haben, mit der Sie sich und Ihre Angebote wie in Ihrem Schaufenster stets aktuell präsentieren? Achten Sie darauf, dass Ihre Website responsive ist, das bedeutet, auch auf mobilen Geräten funktioniert. Denken Sie daran, dass die neue Einkäufergeneration bedingt durch das Internet und Smartphones sehr Foto-affin ist. Daher - investieren Sie auch in ansprechende Fotos auf Ihrer Website. Und ja: Sie brauchen immer eine eigene Website, auch wenn Sie wahnsinnig viel auf Facebook machen. Aber die Datenhoheit über Ihre Inhalte haben Sie nur auf Ihrer Website. Bei Facebook sind Sie immer von Herrn Marc Zuckerbergs Algorithmen abhängig und theoretisch sind die Inhalte damit nicht mehr in Ihrer Hand. Dennoch: Wo Facebook nutzt, sollten Sie es auch einsetzen, aber an zweiter Stelle, NACH Ihrer Website
  3. Lassen Sie sich als Geschäft auf Google-my-Business listen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Öffnungszeiten aktuell sind und Ihr Standort passt.
  4. Denken Sie in Bildern - am besten in Bewegtbildern. Videos und Kurzclips sind gefragter denn je - und werden von Google und den Social-Media-Plattformen bei Suchanfragen sehr weit nach oben sortiert. Daher, zeigen Sie sich, zeigen Sie Ihre neue Schaufensterdeko, Ihr Top-Aktuelles-Produkt, Ihre Stadt, Ihr Umfeld - im Video.

 - das eigene Corporate Design einfach mal viral gehen lassen

https://luebeck-hat-geburtstag.de/logo-generator.html

Die wunderschöne Hansestadt Lübeck wird in diesem Jahr 875 Jahre jung und feiert gleich ein ganzes Jahr. In dem Zusammenhang hat das pfiffige Team des Stadtmarketings ein Logo entwickelt - und dieses nicht nur zum Download bereit gestellt, sondern auch veränderbar gemacht. Geniale Idee und sicher, ganz sicher nachahmenswert! Wieduwilt Kommunikation gratuliert!

https://www.facebook.com/pisteLuebeck/videos/1760287177361770/

“Weiter weg vom Schuss” ist politisch nicht ganz korrekt für etwas weiter weg von Speckgürteln und Großstädten. Dennoch haben diese kleinen Städte eine glänzende Zukunft vor sich, das sagt die neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt und Raumforschung (BBSR), das “Kleine Städte in peripheren Lagen” thematisiert und untersucht hat. Das Thema ist top-aktuell - und damit auch unsere Arbeit gefragter denn je, was uns als Marketingspezialisten für kleine Städte natürlich freut. Doch zurück zur Studie: Kleinstädte haben es nicht leicht, gerade, wenn sie nicht vom Speckgürtel-Raus-aufs-Land-Boom dieser Tage profitieren. Wenn dann die Verkehrsanbindung nicht ganz optimal ist, dann ist guter Rat teuer, so wie in Schwedt, wie hier auf dem Bild. Aber - das sagt die Studie ganz klar aus, die sich mit acht Modellvorhaben in kleineren Städten beschäftigt: Es gibt auch große Vorteile und Chancen, die sich gerade aus der Randlage und der Übersichtlichkeit kleiner Städte ergeben. Aus unserer Sicht liegen die Chancen für kleine Städte gerade in der Übersichtlichkeit. Man kennt sich - und das birgt großartige Möglichkeiten für echte Teilhabe- und kooperative Prozesse. Mitbestimmung ist das Schlüsselwort. Mitmachen. Bürger einbeziehen. Gegenseitigen Austausch anschieben und gemeinsam eine Vision von der Zukunft entwickeln. Das ist aus unserer Sicht - in einem moderierten Prozess - der Stoff aus dem die Träume der Zukunft kleiner Städte sind.

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/ExWoSt/50/exwost-50-2.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Die Huffpost hat es: Kleine Städte sind hip. Vor allem die Ü-30-Jährigen verlassen die Megacities, um sich Häuschen, Garten und dem beschaulichen Kleinstadtleben zu widmen. Dieser erfreuliche Trend stellt die kleinen Städte in Verwaltung und Organisation vor neue Herausforderungen. Aus schrumpfenden werden auf einmal boomende Regionen, gut im Speckgürtel von Berlin und Dresden zu beobachten. Aber Digitalisierung sei Dank werden kleine Städte auch abseits der Speckgürtel zunehmend attraktiv. Hier gibt es Kindergärtenplätze, Breitband und den netten Nachbarn von Nebenan, wie zum Beispiel im @Sächsischen Brandenburg.

Mehr darüber hier: https://www.huffingtonpost.de/entry/warum-kleinstadte-schon-bald-zu-hipster-paradiesen-werden-konnten_de_5b16ae03e4b0734a9937bf7e

Wenn die eigentlich “offiziellen” Marketingkanäle von freien Bloggern, Instagramern oder Youtubern übernommen werden, kurz: von den Nutzern, dann nennen das die Fachleute Channeltakeover. Also Übernahme des Kanals. In dieser Zeit sorgen die Externen für Inhalte. Das Konzept ist sehr genial in Dresden umgesetzt worden, wie hier zum Beispiel.

https://www.instagram.com/philipp_goetze/

Geht das auch für kleinere Städte? Aber sicher doch. In Ansätzen macht es Kamenz auf seinem Facebook-Account vor und veröffentlicht Beiträge von aufmerksamen Lesern und Kamenzern auf seinem Account. Wir meinen, dass kleinere Städte tatsächlich auch mal das komplette Channeltakeover wagen sollten, kennen aber keine Stadt, die das schon gemacht hat. Wenn unsere Leser eine Stadt kennen, dann her mit dem Link. Wir freuen uns über Zusendungen! Danke!

 

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