Digitalisierung und der Wandel der Arbeitswelten sind im vollen Gange. Arbeitsmodelle ändern sich. Immer mehr junge Menschen arbeiten digital. Strom, Internetverbindung, Laptop, Kaffee - so können sie - vereinfacht gesagt, ihren Arbeitsplatz auch fernab der Metropolen in 2 Sekunden aufbauen. Theoretisch geht das in jedem Restaurant, in jedem Café. Manchmal ist es da aber laut, unbequem und die Steckdose zu weit weg. Warum sollten das kleine Städte nicht nutzen - und solche Co-Working-Spaces aufbauen? Co-Working heißt Mit-Arbeit. Es werden also für die digital arbeitenden Menschen Schreibtische, Strom, Netz und Bürostuhl bereitgestellt - und natürlich auch der Kontakt zu anderen Digitalarbeitern macht die Arbeit im Co-Working-Space angenehm. Gegen einen Obulus können Arbeitsplätze tages-, wochen- oder monatsweise gemietet werden. Einige Städte machen es vor: Bad Belzig zum Beispiel mit dem wunderbaren “Workation Retreat” in der Natur. http://coconat-space.com/de/arbeiten/ Oder auch Orte wie Butch the Bus oder Land Luft Liebe laden geradezu ein, den Laptop zu schnappen, die Großstadt zu verlassen und raus aufs Land zu kommen. Eine Übersicht findet sich hier https://www.kreativorte-brandenburg.de/

 

Bilder verkaufen. Stimmungsvolle Kulissen sind viral. Das bedeutet, wenn eine kleine Stadt stimmungsvolle Nahaufnahmen, geschickt arrangierte Ensembles, Stil und Entspannung ins Bild rückt, werden diese Bilder geteilt und die Werbung im Netz für die eigene Location läuft wie geschmiert, hier sind unsere Bildideen:

  1. Farbliche Komposition - harmonische Farben müssen es sein
  2. Echte Menschen - Nehmen Sie Stammgäste statt Modells in den Vordergrund. Echte Kleinstädter. Mit normalem Outfit und dem glücklichsten Kleinstadtlächeln der Welt.
  3. Nehmen Sie Stimmungen auf. Sonnenaufgang. Morgentau auf den Blättern. Markttreiben. Treffpunkte. Feuerwerk. Das Bild muss die Stimmung des Ortes zeigen.
  4. Zeigen Sie das typische Kleinstadtleben. Schwatz über den Gartenzaun. Stadtfest, bei dem man sich kennt.
  5. Shopping, Schüler beim Warten auf den Bus. Ihr Stadtoriginal. Der Vereinschef. Die Stadtgärtner. Lokale Händler. Aufbau vom Marktstand. Der Bürgermeister/Bürgermeisterin. Immer so, dass einige typische Orte Ihrer Stadt im Hintergrund zu sehen sind. Bitte bitte nehmen Sie keine Bilddatenbanken-Fotos.
  6. Sonnenuntergang. Entspannte Menschen im Gegenlicht.

 

Ein Alleinstellungsmerkmal besonderer Art hat die Unistadt Aachen. Nein, diesmal ist nicht gemeint, dass es die Stadt Karls des Großen ist - und Deutschlands westlichste, übrigens sehr sehenswerte, Großstadt. Seit Jahren setzt die Unistadt konsequent auf E-Mobilität. Es gibt Mobilitätsstationen für E-Bikes, E-Autos, Handyladegeräte - und alle (!) Mitarbeiter in der Stadtverwaltung müssen konsequent die stadteigene E-Flotte nutzen.

Damit nutzt die Stadt Aachen sehr geschickt die Synergie zur RHTW Aachen, an der reichlich KnowHow zur Entwicklung von innovativen E-Mobilitätskonzepten vorhanden ist. Und die Bürger sind begeistert, das zumindest sagt eine Umfrage. E-Busse, E-Leih-Räder und Lademöglichkeiten stehen demnach ebenso wie die E-Fahrzeuge der Verwaltung bei den Aachenern besonders hoch im Kurs. http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/verkehr_strasse/verkehrskonzepte/elektromobilitaet/__Ueberblick.html

Fürstliche Route

Noch ist das Gebiet zwischen Dresden und Spreewald motorradtechnisch ein weißer Fleck. Dennoch wünschen sich immer mehr Motorradfreunde eine Tour. Die Fürstliche Route begibt sich auf die Spuren der Wettiner und verbindet das Schloss Moritzburg, das Elbland mit dem Elbe-Elster-Land und dem Spreewald. Die Tour ist jetzt in der Beta-Version vorhanden und wir bitten Sie um Hilfe, die Tour zu testen.

Initiator

Die Route wird gemeinsam entwickelt von den Landesaktionsgruppen Elbe-Elster, Dresdner Heidebogen und Elbe Röder-Dreieck.

Testfahrt

Für unsere erste Testfahrt suchen wir Sie!

Helfen Sie uns, die Route perfekt zu machen und seien Sie Teil der Fürstlichen Route. Die Ausfahrt ist etwa 300 km lang und wird einige Pausen und Überraschungen enthalten. Die Teilnahme an der Ausfahrt ist kostenlos, Verpflegung, Fahrtkosten usw. tragen die Teilnehmer selbst. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie um Anmeldung.

Punkte der Route

Meißen | Mühlberg/Elbe | Großenhain | Ortrand | Bad Liebenwerda | Herzberg | Doberlug-Kirchhain | Fürstlich-Drehna

Ein Kleinod mit Autobahnanschluss - so präsentiert sich Döbeln in Sachsen. Wir durften dort vor einigen Tagen einen Vortrag über die Welt der kleinen Städte halten und haben natürlich viel über die Stadt gelernt. Döbeln hat gleich zwei Alleinstellungsmerkmale, denn welche Klein- und Großstadt in Deutschland kann denn von sich sagen, einen ledernen Riesenstiefel (http://www.doebeln.de/index.php/doebelner-riesenstiefel) im Sitzungssaal stehen zu haben? Die Geschichte dazu ist gut, fast könnte man meinen, die Stadtväter vergangener Generationen hätten sich über "Instagramability" und Co. Gedanken gemacht. Denn schmuck sieht er aus, der riesige Stiefel aus blankem Leder! Und mit 3,70 Meter Höhe - passt das Prachtschuhwerk aus dem Jahr 1925 nicht Jedermann;))

Wer aufmerksam durch die sehr hübsche Innenstadt von Döbeln geht, entdeckt Schienen. Hat Döbeln eine Straßenbahn? Hm? Keine zu sehen? Aber dafür hat Döbeln seit 2002 wieder eine vereinsbetriebene Pferdestraßenbahn: http://www.doebeln.de/index.php/pferdebahnmuseum. Absolut umweltfreundlich ziehen zu besonderen Anlässen die Rösser die historischen Gefährte durch die Stadt. Ehrenamtlich organisiert rollt die Bahn als besondere Attraktion durch die Stadt! Döbeln ist ein gutes Beispiel für einen "hidden champion" - für eine Stadt im Kommen. Und dazu sind Pferdebahn und Riesenstiefel ein gutes Beispiel dafür, wie Alleinstellungsmerkmale geschaffen werden können! 

... Unter dieser Rubrik möchten wir euch verschiedene  Reiseblogs vorstellen, die uns im Internet begegnen.

In unserem Beitrag „Kreative Ideen gegen den Verfall - Wie alte Züge und Bahnhöfe wieder zu neuem Leben erweckt werden“ hatten wir die Bloggerin Laura Schneider mit ihrem Blog Herz an Hirn kurz erwähnt. Heute möchten wir den Reiseblog aus Brandenburg nochmal genauer vorstellen.

Unter dem Slogan „Eat well. Travel often“  bloggt die Brandenburgerin über ihr Heimat, Reisen, Alltagsüberraschungen und kulinarische Leckerbissen. Immer mit dabei witzige Anekdoten und geniale Tipps.   

Laura Schneider hat ihr Bloggerhobby mittlerweile zum Beruf gemacht und reist u.a. als Bloggerin durch die Welt, hält interessante Vorträge und Workshops zum Thema „Blogger-Relations“ und „Social Media“ und berät Firmen zum Themen Bloggerreisen und der Zusammenarbeit mit Bloggern.

Auch wir konnten sie bereits live erleben und waren begeistert!

Nähere Infos und den Blog von Laura Schneider gibt es hier: https://herzanhirn.de

Was Hygge ist, haben wir hier (https://www.wieduwilt-kommunikation.de/de/blog/93-zeit-fuer-hygge) erklärt und mich interessiert die Frage, wie man Hygge in kleine Städte bringen kann. Es geht dabei um die qualitative Zeit mit lieben Menschen, um menschliche Wärme, um die Konzentration auf das Wesentliche. Es geht um Ankommen. Könnten kleine Städte nicht auch dieses Ankommen zelebrieren? Wir durften vor Kurzem das Buch einer entzückenden und agilen jungen Frau lektorieren, das “Heeme” heißt. Es beschreibt die Reise einer jungen Frau um die halbe Welt zurück ins heimische Kleinstädtchen. Um das Ankommen, Wohlfühlen und das Schaffen von Gemeinschaft. Das hat die junge Frau mit der Rückkehrerinitiative “Comeback Elbe-Elster” ebenso eindrucksvoll wie ansteckend initiiert. Eben Hygge auf brandenburgisch. Das Werk ist sehr zu empfehlen und seit wenigen Wochen im Handel.

Heeme von Stephanie Auras-Lehmann jetzt hier erhältlich.

Kürzlich haben wir das Portal urlaubsarchitektur.de entdeckt. Hier finden Architektur- und Ästhetikfans ein wahres Paradies für das kunst- und formsinnig geschulte Auge - und ihre Urlaubsdestination. Selbstverständlich bestimmen die Fotos die Plattform und damit die Urlaubswahl. Mit ausgesprochen professionellen Fotos wirbt auch die Plattform airbnb um die neue ästhetik-affine Zielgruppe. Die Optik spielte schon immer eine Rolle - bei der Suche nach dem Urlaubsziel. Heute ist es der eigene Stil, der nicht nur die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht deutlich macht, sondern auch die Urlaubswahl bestimmt - und gerne auf Instagram oder Facebook mit der eigenen Community geteilt wird.  https://www.urlaubsarchitektur.de/de/category/special-categories/news/

Stillgelegte Bahnstrecken und –höfe, welche verlassen in der Landschaft verfallen, sind gerade im ländlichen Raum keine Seltenheit. Vor kurzem haben wir aber einige tolle Ideen entdeckt, diese Orte wieder zum Leben zu erwecken.

So hat sich zum Beispiel Bloggerin Laura Schneider in ihrem Blog Herz an Hirn mit kreativen Umgestaltungsmöglichkeiten von Gleisabschnitten und Bahnhöfen in Brandenburg beschäftigt. Ihren Artikel dazu gibt es hier: https://herzanhirn.de/wo-der-letzte-zug-abgefahren-ist-kreative-ideen-an-alten-gleisen-in-brandenburg/ Ein besonderes Highlight ist dabei z. Bsp. der alten Bahnhof in Sperenberg. Hier hat der Niederländer Wouter Spruit eine Bildhauerwerkstatt eröffnet.

Auch die Idee, die alten Bahngebäude mit einer einzigartigen Erlebnisgastronomie wiederzubeleben, erfreut sich dabei großer Beliebtheit. So auch in Burg. Hier wird das historische Bahnhofsgebäude der bekannten Schmalspurbahn "Spreewald-Guste"  seit über 20 Jahren als Gaststätte genutzt. Sogar ein kleines Museum, zu Ehren der 1970 stillgelegten Bimmelbahn, wurde mit liebevoll restaurierten Eisenbahnwaggons, Draisinen und vielen weiteren Originalteilen eingerichtet.

Aber auch in Sachsen gibt es geniale Ideen, so findet man in Wolkenstein das einzige Zughotel Deutschlands. Wer also schon immer einmal  in einem historisch-restaurierten Zugwagon übernachten wollte, ist hier genau an der richtigen Adresse.

Unser Fazit: Drei geniale Ideen, alte Züge und Bahnhöfe vor dem Verfall zu retten, die gleichzeitig auch Touristen und Eisenbahnliebhaber in ländliche Regionen locken.

Es war nicht mit Absicht. Aber endlich bin ich entgiftet. Aus irgendeinem Grund gab es einige Tage kein Netz. Kein Internet. Nachdem ich es furchtbar fand, habe ich gedacht: Das ist eine Chance - und habe das ungewollte Off-Line-sein zum “Digital Detox-Tag” gemacht. Ziel des Digital-Detox ist es, in unserer Instagram-, Youtube-, Facebook-, Web- und ich-bin-immer-erreichbar-Welt einmal NICHT erreichbar zu sein. Mal wenige Stunden (bei mir waren es 24), nicht das Smartphone zu checken, ob es was Neues auf Facebook gibt, eine Mail eingegangen ist. Mein Fazit: Das Smartphone los lassen ging noch. Am schwersten war es aber für mich, die vielen lieb gewordenen Gadgets, die kleinen Alltagshelfer, vom Wecker über die Morgensport-App bis hin zur Wetter-Prognose zu verzichten, die sich alle zwangsläufig in meinem Smartphone befinden. Tatsächlich erreicht man aber eine enorme Lebensqualität zurück. Drei Gründe, warum ich es immer wieder tun würde: 1) Man redet. Bei Kerzenschein. 2) Man denkt nach, statt zu googlen. 3) Man schreibt Notizen auf Papier.

Und der Grund, warum man diesen Artikel lesen sollte: Ist das vielleicht eine neue Idee, die in den (noch) netztechnisch unterversorgten Gebieten Brandenburgs Furore machen könnte?

Als ich wieder online war, habe ich gegoogelt und diesen schönen Artikel gefunden.

http://www.zeit.de/campus/2017/05/digital-detox-camp-internet-konsum

Wäre das vielleicht eine Idee für Brandenburg oder Nordsachsen?

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